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Geschichte

Lage
  
Breitenbrunn liegt im oberen Erzgebirge zwischen dem 1215 m ü. NN hohen Fichtelberg und dem 1018 m ü. NN hohen Auersberg unmittelbar an der sächsisch-böhmischen Grenze. Umgeben von weiten Fichtenwäldern entlang der Staatsstraße 273 steigt Breitenbrunn aus 550 m ü. NN im Schwarzwassertal auf eine Höhe von ca. 950 m im Ortsteil Halbemeile an.
Hausberge sind der Rabenberg 913 m ü. NN und der Sauberg 797 m ü. NN.

  
Geschichte

Es wird davon ausgegangen, dass Breitenbrunn noch im Zuge der Erstbesiedelung des Gebietes um Schwarzenberg als Kern und zeitweiligen Herrschaftssitz, planmäßig als Waldhufendorf vom oberen Teil des heutigen Ortes aus, talabwärts in westliche Richtung besiedelt wurde. Die noch heute ersichtliche klare Struktur der Güter, die sich vom oberen Teil bis zur Mitte des Ortes erstrecken und mit Wohn- und Wirtschaftsgebäuden am Weg durch den Ort beginnt und sich streifenförmig an die Topografie des Geländes anpasst, geht dann in einen Garten über, dem ein langgestrecktes Feld folgt und meist mit einer Parzelle Hochwald ihren Abschluss findet. Die Zahl der Erstsiedler dürfte zwischen 7 und 15 gelegen haben. Der untere Teil des Ortes weist eher unregelmäßige Güterstrukturen auf, was auf eine spätere Anlage schließen lässt.

Der gesamte obere Hang war zur Besiedlungszeit übersät mit kleinen Quellen, die aus dem Berg kamen und talabwärts strebten, um sich unten im Tale dem Schwarzwasser anzuschließen.

Dieser "breite Brunnen" löste für die Siedler das essentielle Problem der Wasserversorgung und war für den Ort namengebend. Durch den späteren, intensiven Bergbau wurden diese Quellen nach Untertage verlegt und bleiben uns so heute verborgen.

Die derzeit früheste bekannte urkundliche Erwähnung datiert um das Jahr 1380 und befindet sich in den Copialbüchern der Burggrafen von Leißnig. Auch dabei ging es schon um den Bergbau, der den Ort über viele Jahrhunderte prägen sollte.

Untrennbar mit dem Bergbau verbunden sind natürlich die Holzwirtschaft und die Köhlerei, die ebenfalls seit den Anfangszeiten neben der kargen Land- und Viehwirtschaft zu den Hauptbetätigungsfeldern der Breitenbrunner Einwohner gehört haben.

Der benachbarte Ort Breitenhof, der aus einem Hammerwerk hervorging, das im 16. Jahrhundert angelegt wurde und zeitweise über hundert Einwohnern Lohn und Brot gab, ist seit 1935 nach Breitenbrunn eingemeindet worden. Zum Hammerwerk gehörten auch etliche Bergwerke in der Gegend.

Ortschronist

  
Gegenwart
 
In den letzten Jahrzehnten gestaltete sich Breitenbrunn zu einem moderen Bildungs- und Sportzentrum. Über 700 Studierende erwerben an der Staatlichen Studienakademie ihr Diplom oder erlangen am Erzgebirgskolleg ihre Hochschulreife.
Der Sportpark Rabenberg gilt als der Modernste seiner Art in Deutschland.
Ergänzt werden die Sporteinrichtungen durch eine allen Anforderungen genügende Mehrzweckhalle im Zentrum des Ortes unmittelbar im Areal der Mittelschule und dem Haus des Gastes.
Im "Haus des Gastes", dem kulturellen Mittelpunkt des Ortes und dessen Außenanlagen befinden sich die Gästeinformation, Bibliothek, Ausstellungsraum des Erzgebirgszweigvereins, Freizeit- und Sporteinrichtungen wie Minigolf, Tennis, Kleinsportanlage und Sporthalle.

Durch die Eingliederung der Orte Antonsthal, Antonshöhe, Erlabrunn, Steinheidel, Rittersgrün und Tellerhäuser wuchs die Gemeinde Breitenbrunn auf eine Einwohnerzahl von ca. 6.000 Einwohnern.
Moderne Ferieneinrichtungen, eine ausgewogene Gastronomie ermöglichen einen erlebnisreichen Urlaub. Fernab vom Massentourismus finden Sie auf Wanderungen und Radtouren durch unberührte Natur Ruhe und Entspannung.

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